Am meisten erzeugt eure Anlage zur Mittagszeit – und damit oft genau dann, wenn der Betrieb vergleichsweise wenig braucht. Der Überschuss fließt ins Netz. Abends, wenn die Produktion nachlässt und der Verbrauch steigt, kauft ihr denselben Strom teuer zurück. Viele Betriebe nutzen so nur dreißig bis vierzig Prozent ihres selbst erzeugten Stroms direkt.
Hinzu kommt das Timing am Energiemarkt. An sonnigen Mittagen speisen in ganz Deutschland alle gleichzeitig ein. Das bedeutet, dass der Preis einbricht, teils bis in den negativen Bereich. Die produktivste Stunde eurer Anlage ist somit gleichzeitig die unrentabelste. Und in Netzausbaugebieten mit Einspeisemanagement kann es noch schlimmer kommen: Das Netz ist voll, die Anlage wird abgeregelt – und erzeugt in diesen Stunden gar nichts.
Insgesamt entsteht eine wachsende Lücke zwischen dem, was eure Anlage erzeugt, und dem, was ihr davon habt. Genau in dieser Lücke liegt der Hebel. Darum solltet ihr nicht mehr erzeugen, sondern besser steuern, wohin der erzeugte Strom fließt.



